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Dienstag, 8. September 2015

Soy de Cuba

...der klang von afrikanischen Trommel, spanischen Kastagnetten und kubanische Tanz!

am Wochenende habe ich meinen Freund zu unseren ersten Jahrestag zum Musical Dome in Köln eingeladen, wo der Musical "Soy de Cuba" zu sehen war. Eine der Sachen, die mein Freund und ich gemeinsam haben ist die Leidenschaft für Tanz und Musik. Die Möglichkeit meiner Kultur näher zu sein und ihn ihr näher zu bringen lasse ich nicht entgehen....

Mein Vater hat mir immer gesagt, dass meine Vorfahren Spanier waren. Daran verzweifelt ich aber jedes Mal, dass ich die kubanischen/afrikanischen Trommeln höre, ich bekommen Gänsehaut und habe dieses unglaubliche Bedürfnis nach Tanzen. Hier im Musical Dome hatte ich nicht nur dieses Gefühl sondern auch ein bisschen Heimweh, aber das ist etwas mit dem wir Auswanderer klar kommen müssen..das ist aber jetzt eine andere Geschichte.....

Soy de Cuba, ein Tanzshow von dem französischen Produzent Nicolas Ferru, erzählt die Geschichte einer jungen Bäuerin aus Pinar del Rio, die ihren Traum in Havanna Tänzerin zu werden folgt und viele Hindernisse bis zum Erfolgt überwinden musst.

Quelle: Soy de Cuba


Der Show ist aufregend und leidenschaftlich mit sehr professionellen Tänzer und Musiker. Rytmen wie Salsa, Reggeton, Lambada, Cha-Cha-Cha, Guaguanco, Flamenco unter anderem werden hier auf die Bühne getanzt und gespielt. Die Geschichte der jungen Tänzerin  ist nicht erfunden, die Hauptdarstellerin Yanetsy Ayala Morejón tanzt ihre eigene Geschichte mit Körper und Herz!

Die Show ist jetzt fast 4 Jahre Alt und war nicht nur in Köln und anderen deutschen Städten zu sehen sondern auch in Edinburg, Paris, Spanien und Italien.

Die Gruppe macht aber gerade eine Pause in Kuba und sind ab den 17. November in Deutschland zurück, also nicht verpassen!! :)


Eure Eliza




Donnerstag, 26. März 2015

Habana, si mis ojos te abandonaran...


si la vida me desterrara a un rincón de la tierra
yo te juro que voy a morirme de amor y de ganas
de andar tus calles, tus barrios y tus lugares...

Gerardo Alfonso "Sabanas blancas"



Habana ist eine wunderschöne, verrückte, schmutzige Stadt. Eine Ruine mit Blick aufs Meer. Laut und romantisch wie eine kubanische Frau.

Auf die Straßen von Habana zu laufen ist wie eine Zeitreise. Die kolonial Häuser von  Habana vieja (alte Havanna) erinnern uns an die spanische Herrschaft; die elegante Architektur des 20. Jahrhundert in den Vierteln Vedado oder Miramar, das Kapitol und die alte amerikanischen Autos bringen uns zu der Zeit des US-amerikanischen Einflusses. Die abgenutzte Fassaden von Prado und Malecón in Centro Habana, die Plattenbauten mit dem osteuropäischen-sozialistischen-Architektur Einfluss und die moderne Hotels versetzten uns wieder in die Zeit nach der Revolution und Gegenbart. Eine gespaltete Seele zwischen Kommunismus und Kapitalismus, geätzt durch Meersalz, tränen und gebrochenen Freiheitsträumen.

Ich weiß... ich werde sehr romantisch, wenn ich über diese Stadt schreibe, vor allem an Tage wie diese wo ich an Heimweh leide...jeder der ausgewandert ist kennt dieses Gefühl. 


Sehenswürdigkeiten 
Ein Tag in Havanna fängt bei mir immer in der Habana Vieja an, im Plaza de la Catederal um genau zu sein. Von da aus gehts zum Kolonialischen Kunstmuseum (Museo de arte colonial) und man könnte auch in Bodeguita del Medio kurz rein schauen, mir ist diese Bar aber sehr touristisch. 
Dann ab zum Plaza de Armas, da gibt es eine große Ceiba (Kapokbaum). Eine legende aus meiner Kindheit sagt, dass wenn man um 12 Uhr abends zwolf mal gegen Uhrzeigesinn um dem Baum kreist, kommen die Chichiricus raus. Die Chichiricus sind eine Art Kobold, die sind sehr klein und kommen aus Afrika und wenn sie lachen machen den Mund so weit auf, dass sie sich von innen nach außen drehen. 

Katedrale

Plaza de Armas
Calle Empedrado, Bodeguita del Medio und Catedral

Über die Calle Oficios (Oficios Straße) gelangen wir zum Convento de San Francisco de Asis, aber da Convento (Kloster) ist nicht so wichtig wie die Statue die gegenüber ist "El Caballero de Paris". El caballero de Paris ist eine Legende in Havanna. Es war ein Obdachlose die in der 50ger durch alte Havanna gewandert hat. Mein Vater hat ihn mal getroffen und sagte der war sehr gelehrt und gut gebildet nur eben verrückt. der Museum del Ron ist auch auf diese Starsse und wenn man Oficios Richtung Hafen folgt, gelangt man in der Iglesia de Paula und in den Alten Hafenlager Antiguos Almacenes de San Jose. Die Hafenlager ist eine Art Einkaufzentrum für Souvenirs, hier gilt es wieder "Preishandeln", die haben auch eine sehr nette Terrasse mit Blick auf dem Hafen wo man ein paar Cocktails in Kokosnuss schale genießen kann. 
Zurück kann man über Straße Mercaderes in Richtung Straße Obispo. Auf Mercaderes gelangt man in Plaza Vieja, draußen sitzen und ein kaltes Bier zu genießen ist ein muss. In Plaza Vieja gibt auch die Camara Obscura rein zu schauen lohnt sich und man hat von da oben einen Tollen blick über die Altstadt, man kann das Bier vorher oder nachher trinken ;)


Plaza Vieja
Blick über alte Havanna von Hotel Ambos Mundos


Weiter auf Calle Obispo, genau in der Ecke Obispo - Mercaderes sthet das Hotel Ambos Mundos. Das Hotel hat eine sehr schönen Terrasse wo man trinken und essen kann. Normalerweise esse ich da nicht (s. Übernachten und Essen.) der Service hier ist aber ganz gut und freundlich, es gibt Live Music und der Blick über die Stadt ist einfach wunderschön und jetzt Mojitos!! oder Kaffe, Cola ...Bier und warum nicht auch essen? In Havana Vieja gibt es viele Paladares wo man gut essen kann.


Mojitos in Hotel Ambos Mundos

Alte Patrioten in Calle Obispo

Weiter gehts über Calle Obispo Richtung Parque Central und Paseo del Pardo. In Obispo kommt man an einem Hotel Vorbei Hotel Florida da kann man am Wochenende Salsa tanzen gehen. Die Stimmung, die Location und die Musik sind sehr gut!


Hotel Florida

 
Hotel Inglaterra in Parque Central

Ein mal in Parque Central kann man zum Museo de Bellas Artes (Fine Arts Museum) und Museo de la Revolucion (Revolution Museum), Gran teatro de la Habana oder Capitolio und Paseo del Prado. Paseo del Prado ist eine schöne Allee in Centro Habana, die von Capitolio bis zum Malecón verläuft. Hinter dem Capitolio steht auch den Eingang zum Barrio Chino (China Town), deren Eingang  in Calle Dragones stehet. Barrio Chino hat viele Paladares und Bars wo man italienische, kubanische und chinesische Küche genießen kann, die meisten liegen in Avenida Zanja.  


Fassade in Centro Habana

Fassade in Centro Habana

Alte amerikanischen Auto

Wenn man aber nicht so interessiert in Museums und Barrio Chino ist, kann man die Allee Richtung Malecón laufen bis calle Neptuno. Man hat die Alternativ in Calle Neptuno ein Taxi bis zum Universität von Hababa in Vedado zu nehmen oder laufen. Von Universität kann man über Calle L bis Calle 23  laufen. In 23 und L Liegt den Coppelia, eine sehr Große Eisdiele (normalerweise steht man hier an der Schlange für eine Weile :D) und Kino Yara. Von Calle 23 aus können wir Richtung Malecón laufen. Kurz vor Malecón gelangen wir ins Hotel Nacional. Das Hotel Nacional hat ein wunderschönen Innenhof mit Blick aufs Meer wo man gute Getränke, live Musik und einen schönen Sonnenuntergang genießen kann. Die haben auch Internet und eine Hall of Fame, wo Fotos von viele Persönlichkeiten aus der Geschichte, die das Hotel besucht haben zu sehen sind. Von da aus sieht man wie Malecón sich mit leben füllt. 
Universidad de la Habana
Hotel Nacional



Malecón ist DIE Uferstraße die parallel zum Meer läuft, wo Künstler, Prostituierten, Betrunkenen (die "Farandula" wie wir es nennen), einfache Leute, sich am heißen Nächten mit Bier oder Rum auf dem Mauer sitzen, trinken, lachen, reden, tanzen......und wenn ihr Glück habt, spielt vllt noch eine kleine Band für euch ...für ein paar Münze natürlich...


Musikanten in Malecón

Malecón

Essen, trinken, clubbing in Vedado
Jazz Club La Zorra y el Cuervo in calle 23, viertel Vedado
Bar El Gato Tuerto in Calle O, viertel Vedado
Restaurant Toros y Tapas in Calle 6, #124, viertel Miramar
Restaurant Rio Mar in 3ra und Calle Final #11, La Puntilla, viertel Miramar

Restaurant Rio Mar


Übernachten

Überall in Havana und Vedado Gibts Casa Particular wo man übernachten kann. Wenn man aber ein Hotel möchtet, empfehle ich das von Deutschland aus zu Buchen. Freunden von mir haben ein Mal in Hotel Nacional oder in Hotel Ambos Mundos übernachten, die können das empfehlen. 
Casa Particular empfehle ich zwei Freundinen Casa Sofia in Vedado und das Gasthaus von Esperanza Rios de Esperanza in Centro Habana.



Mein Tipp für Havanna ist: Mischt euch unter die Leute, genießt den Chaos, die schmutzige Luft, die Abende am Malecón...
 













Freitag, 20. März 2015

Erzähl mir was von Kuba


Nach lange überlegen welche das Thema meines ersten Posts sein sollte, habe ich mich für Kuba entschieden und das aus drei einfachen Gründen:

  1. Ich bin Kubanerin
  2. Ich war in 2014 zwei mal da
  3. Ich bekomme in die letzten Monate immer häufiger die Frage „kannst du mir ein paar Tipps über Kuba geben?“
Aber gerne doch! 

Kuba (Cuba auf Spanisch) ist mehr als alte amerikanische Autos, Rum, Sonne und Strand. 

Ich versuche mit diesem Post euch ein paar allgemeinen, nützlichen Tipps für Kuba zu geben, dos and don'ts und alles was man als Tourist beachten muss. Es muss nicht alles zutreffen, da ich eher von meinen eigenen Erfahrungen schreibe.
Es gibt ein Wort, das Dich in Deinem ganzen Urlaub in Kuba begleiten soll: GEDULD....Kubaner haben einen ganz anderen Sinn für Zeit und Pünktlichkeit als die Deutschen.
Denk einfach daran, Du bist im Urlaub, Du musst nicht um 7 Uhr Morgens aufstehen, Du musst zum keinen Meeting, Du musst kein Dschungelcamp oder Tatort gucken oder Deine Kinder früh ins Bett bringen, Du hast einfach keine eile und Du hast kein Internet, also dein Smartphone brauchst du auch nicht.

Flug, Visum und Sonstiges

Ich habe bisher die Flüge nach Kuba immer online gebucht, in Portalen wie Fluege.de und Co. Man muss aber genau achten ob die Fluggesellschaften bzw. die Reisebüros das Visum ("Touristenkarte"im Flugpreis mit einbeziehen. Sonst kann man das Visum direkt im Flughafen bei einer der Fluggesellschaften beantragen, kostet um die 50,-€. Bei der Ausreise ist eine Gebühr von 25,00 CUC fällig, die bar am Flughafen zu bezahlen ist.



Ankunft

Passkontrolle. Da kann man über eine halbe Stunde stehen. In der Regel werden Paare mit kleinen Kinder, ältere Menschen und Behinderten vorgelassen.

Gepäck abholen! Es gibt nur eine Gepäckband im Flughafen von Habana (und das ist der größte im Land), also man kann auch da lange stehen. Jedoch sind die Flughafenmitarbeiter so nett, dass sie Gepäckstücke von der Gepäckband nehmen und neben auf dem Boden stellen, ab und zu checken ob Dein Gepäck schon auf dem Boden liegt (es passiert mir jedes Mal) kann Dir viel Zeit und Ärger sparen.



Taxi. Für die Touristen die ein Hoteltransfer oder einen Mitwagen von Deutschland aus Gebucht haben sollte die Sache erledigt sein. Es gibt offizielle (vom Staat) und extra offizielle (privat) Taxis in Kuba. Von Habana Flughafen bis in der Innenstadt könnte einen offiziellen Taxi um die 20,-€ CUC kosten, extra offiziell kann man bei 10,- CUC anfangen, hier kann man den Preis handeln. Ich würde aber in beide Fälle immer vorher den Preis klar machen.     


Im Land 


Währung. Diesen Punkt hat viele überrascht und es ist kompliziert zu verstehen. Es gibt zwei Währungen in Kuba, (CUC) und PESO Cubano. Ich empfehle mit Euros (keine Dollars) nach Kuba zu fliegen und in CADECAS das Geld wechseln. Ich versuche auf Kuba meine Kredit Karte oder EC Karte nicht zu benutzen und wenn, dann nur im Internationalen Banken um Geld aufzuheben. Ich empfehle immer Bargeld und natürlich immer auf die Tasche aufpassen.

Wechselkurs: 1,00 € = 1,14 CUC (je nach Wechselkurs) = 25,00 Pesos Cubanos
Kubas Zentralbank bereitet sich aber auf das Ende de Peso Convertible vor. Bis dahin muss man aber folgendes achten:
1. mit Peso Cubano bezahlt man auf dem Markt oder einen alten Amerikanischen Auto mit dem Taxi Schild (privat). Diese Taxis haben eine bestimme strecke, funktionieren wie einen Bus, kostet aber um die 10,- pesos cubanos pro strecke (oder 0,50 CUC). Oder die einsamen Süßigkeiten- oder Nüssenverkäufer auf die Straßen oder die sogenannten Cafeterias.
2. Mit Peso convertible bezahlt man den Rest. Hotel, Casa particular, Restaurants, Clubs, offiziellen oder extra offiziellen Taxis, Cocktails, etc.


Öffentlichen Verkehrsmittel. So was wie U-Bahn und Straßenbahn gibt es in Kuba nicht, Zuge ganz selten. Busse...naja es gibt nicht so was wie ein Busnetz mit Ziele, Anfahrt- und Abfahrtzeiten, mach mal wartet man 15 Min in der Haltestelle und manch Mal 1 Std. Wenn ich in Kuba bin nehme ich die 10,- Pesos Taxi oder gehe zu Fuß...manch mal gibt es Leute die irgendwo mit ihren Auto warten und dich für 3,- bis 5,- CUC oder sogar 10,- CUC von A nach B bringen.  Oder man fragt einfach den Gastgeber wenn man in "Casa Particular" ist. Mietwagen, wer sich traut in Kuba zu fahren und für die, die ein bisschen mehr Geld in der Hand nehmen können, ist die bessere Option. Die andere Option das Land zu verreisen sind die Viazul, eine staatliche Busgesellschaft. Meine letzte Reise durch die Insel habe ich mit Viazul gemacht. Es ist günstig und man kommt in direkter Kontakt mit viele Kubaner. Die Toiletten sind nicht immer sauber und ich empfehle hier immer was zum trinken und zum essen mitzunehmen.

Übernachten und Essen. Ich empfehle immer in Kuba in "Casa Particular" (privaten Unterkunft) zu übernachten, da in der Regel ich bei meiner Eltern oder in privaten Unterkunft in Kuba bleibe, kann ich keine Hotels empfehlen. In Casa Particular ist man direkt unter den Kubaner, man hat eine guten Service und sehr guten Frühstück. Mit essen gehen  gehts genau so. Privaten Restaurants (Paladares) haben ein besseren Service und viel besseren Qualität. Empfehlungen zu den Unterkünfte und Paladares werden ich in den verschieden Posts geben.

Menschen 

Toilettenherr auf einer Tankstelle nähe Trinidad

Die Kubaner sind im Gründe glücklich, hilfsbereit, tanzen und lachen gerne und sind laut. Tourismus ist die wichtigste und manch mal die einzige Einnahmequelle vieler Kubaner. Die mögen, wenn Touristen spanisch sprechen können, aber die Kubaner geben sich mühe, Englisch, Italienisch oder Deutsch zu sprechen.  Man kann auf die Straßen Menschen treffen, die Dir für ein paar Euros bzw. CUC die Stadt zeigen möchten, oder für ein Essen oder ein Paar Getränken dich in einer "Paladar" (privates Restaurant) führen. Hier sollte man nach Bauchgefühl handeln, ob man mit geht oder nicht, aber wenn man nicht sicher ist dann lass man das lieber. Überall auf die Welt gibt es schlechte Menschen aber auch gute Menschen die nur ein bisschen Luxus genießen möchten oder ein Paar Euros auf  "ehrliche" Weise verdienen möchten.

Beste Zeit nach Kuba zu fliegen

Kuba ist immer warm, allerdings gibt es von 1. Juni bis 30. November die Hurrikan Saison, es musst aber nicht heißen, das die ganze Zeit nur Hurrikans durch die Insel fliegen, manch mal sind nur große Sturms und nach ein paar tage ist alles wieder gut, der schlimmste Monat der Saison ist Oktober.

Juli, August und September sind sehr heiß (30° - 35° C) und mit einer sehr höhen Luftfeuchtigkeit, kann unangenehmen und anstrengend sein. Ich favorisiere Dezember, Januar, März und April. Im Januar sind die Tickets auch am günstigsten.


So jetzt ist erst mal genug mit den Tipps! Lass uns das Land entdecken und fangen wir in Habana an, wo ich aufgewachsen bin!


Touristen am Malecón von Havanna


Viel Spaß!